Das zivile Engagement von Bürgerinnen und Bürgern ist unerlässlich für eine zukunftsfähige Demokratie. Dabei ist dieser Einsatz nicht selbstverständlich und muss ständig gefördert werden, damit auch nachfolgende Generationen für die demokratische Werterhaltung eintreten und gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen (Bertelsmann-Stiftung, 2011). Der Ruhrdialog möchte mit der Reihe „Lokal engagiert“ die Gestaltungs- und Mitwirkungsspielräume auf lokaler Ebene aufzeigen und unterstützen.
Wir finden, dass aktive Bürgerschaft weit mehr ist, als vom passiven Wahlrecht Gebrauch zu machen oder sich für eine Partei einzusetzen. Aktive Bürgerschaft bedeutet, sich freiwillig im Sportverein oder in der sozialen Organisation einzusetzen, oder an einer Bürgerinitiative für die eigene Nachbarschaft teilzunehmen. Somit sind nicht nur eingetragene Vereine, sondern auch der persönliche Einsatz von Individuen oder informellen Gruppen für unsere Reihe relevant.
Damit Bürgerinnen und Bürger sich selbst als mitverantwortliche und handlungskompetente Mitglieder der Zivilgesellschaft begreifen, benötigt es mehr als eine Wissensvermittlung über Wahlrecht und Demokratie. Es bedarf positiver Beispiele, mit denen sie in Berührung kommen, an denen sie sich orientieren und motivieren können, um schließlich selbst auf die eine oder andere Weise für das demokratische Zusammenleben aktiv zu werden. Dies ist erklärtes Ziel unserer Reihe „Lokal engagiert“.