07.05.2014 Ruhrgespräch: „Bildung und Segregation in Essen/im Ruhrgebiet“

Der Zugang zu Bildungsinstitutionen wird durch viele soziale Faktoren geregelt. Neben dem Geschlecht, dem Migrationshintergrund und sozioökonomischen Aspekten wird aktuell auch wieder über regionale Unterschiede in der Verteilung von Bildungsangeboten diskutiert. Dabei wird die These vertreten, dass insbesondere im städtischen Raum Bildungsangebote ungleich verteilt sind. Wenn in der näheren Umgebung nur Haupt- und Realschulen liegen, wird der Zugang von Jugendlichen zum Gymnasium erschwert.
Im Vortrag werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Verteilung des Bildungsangebots im Ruhrgebiet vorgestellt. Mit Blick auf die Stadt Essen soll dabei gezeigt werden, dass sich das Nord-Süd-Gefälle im Bildungsangebot nicht nur im Vorhandensein verschiedener Schulformen sondern auch in der inhaltlichen Ausrichtung schulischer Angebote widerspiegelt. Diese Unterschiede in der pädagogischen Arbeit einzelner Schulen in verschiedenen Stadtgebieten kann dabei sowohl als ausgleichende Förderung bestimmter Schülerklientel wie auch als Verstärkung bestehender Benachteiligungen verstanden werden.

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Referentin: Prof. Dr. Nicolle Pfaff  (http://www.uni-due.de/biwi/migrations-ungleichheitsforschung/pfaff.shtml)

Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: Ruhrdialog e.V.  Ruhrturm 15. Etage Huttropstr 60 45138 Essen

Eine frühzeitige Anmeldung ist per E-Mail ( info@ruhrdialog.org) erforderlich!