Deutschland und der Wettbewerb um die klügsten Köpfe

Datum: 03.04.2013

Einladung

Ort: Ruhrturm, Huttropstr. 60, 45138 Essen


Wie andere Länder, z.B. die USA oder Kanada, versucht auch Deutschland, Zuwanderung zunehmend entsprechend der Bedarfe des Arbeitsmarktes zu steuern. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – insbesondere in den MINT-Berufen – und dem demographischen Wandel, der mit einer deutlichen Verringerung des Erwerbspersonenpotenzials einhergeht, gewinnt die Anwerbung (hoch)

qualifizierter Zuwanderer zunehmend an Bedeutung. Deutschland konkurriert dabei international um „die klügsten Köpfe“.

Der Vortrag zeigt Aspekte der aktuellen Diskussion um die Zu- und Abwanderung von Hochqualifizierten auf, u.a.

  • Von der Green Card zur Blue Card – die Entwicklung der Zuwanderungspolitik für Hochqualifizierte
  • Deutschland, ein Zuwanderungsmagnet? Die aktuelle Entwicklung der Zuwanderung aus dem Ausland
  • Nichts wie weg? Die Abwanderung hochqualifizierter deutscher Staatsangehöriger mit und ohne Migrationshintergrund

hanewinkel

Der Vortrag soll Anlass zur Diskussion bieten. Fragen, Anmerkungen und Diskussionsimpulse sind daher herzlich willkommen.

Referentin: Vera Hanewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und Redakteurin bei focus MIGRATION

Résumé:

Deutschlands Verlust der ‚klügsten Köpfe‘

Die Essener Dialogplattform-Ruhr hat am vergangenen Mittwoch ihre monatlichen „Ruhr-Gespräche“ gestartet. Vera Hanewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im IMIS-Projekt focus MIGRATION der Universität Osnabrück, stellte aktuelle Forschungen unter dem Titel „Deutschland und der ‚Wettbewerb um die klügsten Köpfe'“ vor. Die Präsentation vor ca. 25 Akademikern endete nach einer Diskussionsrunde in einer gemütliche Runde an einen Tisch mit Getränken und Gebäck.

Celal Findik, Vorsitzender der Dialogplattform Ruhr, unterstrich die rasche Zunahme von Emigranten aus Deutschland ab dem Jahre 2008, welche die Anzahl der Einwanderer in die Bundesrepublik übertrifft. Zu den Auswanderern gehören vor allem Akademiker bzw. sogenannte ‚Hochqualifizierte‘. Findik machte desweiteren darauf aufmerksam, dass vor allem die Regierung schnelle Abhilfe gegen den Verlust der ‚klugen Köpfe‘ schaffen sollte.